Das europäische Kulturerbe präventiv erkunden, Feld für Feld.
Arkhia ist ein Programm zur systematischen Bodenprospektion, durchgeführt mit Georadar.
Unser Ziel: die Böden Europas methodisch zu erkunden, Parzelle für Parzelle, zerstörungsfrei und vollständig legal.
Das Projekt läuft als Hintergrundaufgabe mit dem Anliegen, Archäologen zu unterstützen, durch Robotik und künstliche Intelligenz.
Eine hochauflösende Kartierung des Untergrunds
Das LiDAR-HD-Programm des IGN hat unsere Sicht auf die Oberfläche verändert, indem es sie dreidimensional und punktgenau kartiert hat.
Arkhia führt diesen Anspruch weiter zu dem, was darunter verborgen liegt: ein hochdichtes Georadar, das verborgene Strukturen sichtbar macht, etwa Fundamente, Gräben, alte Wege oder Überreste.
Eine systematische Prospektion auf französischem und europäischem Maßstab
Arkhia steht in der Tradition großer europäischer systematischer Erfassungsprogramme, wie des deutschen Projekts SESAM (Systematische Erfassung der Münzen Sachsen-Anhalts).
Wir schlagen das geophysikalische Pendant vor: die Systematische Prospektion europäischer Böden. Eine methodische Erkundung des Gebiets, Parzelle für Parzelle, um ein gemeinsames archäologisches Gedächtnis des Kontinents zu schaffen.
Landwirtschaftliche Nutzfläche der Europäischen Union
Die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) der EU-27 beträgt insgesamt 156,2 Millionen Hektar. Frankreich hält davon fast ein Fünftel, ein beträchtliches Untersuchungsfeld für die systematische Georadar-Prospektion.
- Frankreich · 27,2 Mha (17,4 %)
- Spanien · 23,5 Mha (15 %)
- Deutschland · 16,6 Mha (10,6 %)
- Polen · 14,6 Mha (9,3 %)
- Rumänien · 12,6 Mha (8,1 %)
- Italien · 12,4 Mha (7,9 %)
- Andere EU-Länder · 49,3 Mha (31,6 %)
Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), 2023. EU-Gesamt: 156,2 Millionen Hektar. Quelle: Eurostat.
Die Missionen von Arkhia
Das Arkhia-Projekt ist eine Mission mit mehreren Anwendungen. Die erhobenen Georadardaten sind nicht einem einzigen Publikum vorbehalten: Sie versorgen eine Gemeinschaft, die durch eine große Vielfalt an Disziplinen und Territorien geprägt ist. Dazu zählen Archäologen, Fachleute der Bodenagronomie, Ingenieure im Tief- und Leitungsbau, Hydrogeologen sowie Akteure des Umwelt- und Risikomanagements.
Eine Messung, mehrere Lesarten: Die systematische Prospektion des Untergrunds wird zu einer geteilten Ressource, offen für Denkmalbehörden und Gebietskörperschaften, für Forschungslabore und Planungsträger.
- Archäologie — 30 %
- Agronomie & Böden — 25 %
- Tiefbau & Leitungen — 20 %
- Hydrogeologie — 15 %
- Umwelt & Risiken — 10 %
Anwendungsbereiche der Georadardaten von Arkhia · indikative Verteilung.
Das Arkhia-Programm in Zahlen
- 6Programmjahre
- 180 000Prospektionsstunden
- 30Georadar-Wagen in der Flotte
- 120mobilisierte Frauen und Männer
- 13Petabyte an Daten
- 38Millionen Euro geschätztes Budget